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Eine Danksagung ist mehr
als nur eine nette Geste
Ob nur eine nette Einladung oder so ein wichtiges Ereignis wie
eine Hochzeit, ein Hochzeitstag oder eine Geburt: es gibt viele
Anlässe und Möglichkeiten für eine Danksagung. Es gibt viele
wichtige Ereignisse im Leben, an denen man von anderen Menschen
beschenkt und beglückwünscht wird. Angefangen beim Geburtstag über
Feiern wie Hochzeit oder Hochzeitsjubiläen bis hin zur Geburt
eigener Kinder.
Dann ist es eine nette Geste, wenn man sich für Geschenke und
Aufmerksamkeiten mit einer Danksagung bedankt. Es muss nichts Großes
oder Teures sein, unsere Urkunden mit ein paar netten Zeilen reichen
dafür meist schon aus. Gerade im Zeitalter von E-Mails ist es doch
immer wieder schön, wenn der Briefträger einen schön gemachten Brief
einwirft.
Knigge bemerkt, dass eine Gastgeberin durch einen Blumenstrauß
immer in Verlegenheit gebracht wird, denn eine Vase ist dann oft
nicht griffbereit. Knigge schlägt daher vor, wenn man Blumen
schenken möchte, dann sollte man sie am nächsten Tag vorbeibringen
oder schicken lassen. Nach einer Hochzeit gehört allerdings eine
Danksagung zum guten Ton. Da Hochzeitsgäste oft von weither zur
Trauung anreisen, sollte zuerst einmal für die Anwesenheit der Gäste
gedankt werden.
Ein paar persönliche Worte schaden ohnehin nicht auf einer
Danksagung. Dabei sein sollte auch mindestens ein Foto des
Brautpaares.
Eine weitere Gelegenheit, bei der nicht auf ein Foto auf der
Danksagung verzichtet werden sollte, ist die Geburt eines Kindes.
Schließlich haben alle lange auf das Baby gewartet, vielleicht haben
die Eltern auch das Geschlecht oder den Namen verschwiegen, was die
Neugierde von Verwandten und Freunden natürlich steigert. Was den
Text auf Danksagungen betrifft, kann man entweder frei formulieren
oder man verwendet einen Text in Reimform.
Dank ist Ausdruck eines Gefühls der Dankbarkeit gegenüber
Personen oder Personengruppen, welches der Anerkennung empfangenen
Wohlwollens und der Bereitschaft es zu vergelten dient.
Dankbarkeit ist das Gefühl der moralischen Verpflichtung für ein
Geschenk, eine Gefälligkeit oder eine Wohltat.
Vom Dank abgeleitet ist die Höflichkeitsformel „danke“,
eine sprachliche Interjektion
Die Dankbarkeit setzt voraus, dass der Dankbare die Wohltat nicht
einfordern kann, aber trotzdem bekommt. Oft wird Dankbarkeit jedoch
auch dort erwiesen oder erwartet, wo lediglich eine Pflicht erfüllt
wurde (Altenbetreuung, Abgabe von Fundgegenständen etc.) die auch
zurück gewiesen werden könnte.
Bereits Aristoteles und Cicero bemerkten in ihren Abhandlungen,
es verletze die Selbstachtung, sich durch Annahme von Wohltaten
zur Dankbarkeit verpflichten zu lassen. Diese Betrachtungsweise
zeigen auch Menschen, die zu stolz sind, sich etwas schenken zu
lassen, obwohl sie der Wohltat eigentlich bedürften. In manchen
Kulturen ist man gar erschreckt über Geschenke, aus Angst man könne
diese nicht entsprechend erwidern.
